Grundsätze der Dokumentation

Jede Verletzung und jede Erste-Hilfe-Leistung in Ihrem Betrieb müssen schriftlich festgehalten werden – zum Beispiel in einem Verbandbuch oder in einem Computerprogramm. Grundlage hierfür ist §24, Abs. 6 der DGUV Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“. Danach muss die Dokumentation mindestens fünf Jahre aufbewahrt werden. Sie dürfen selber entscheiden, an welcher Stelle die Dokumentation geführt werden soll. Es bietet sich hierfür zum Beispiel der Ersthelfer/in oder der Betriebsarzt an. Verwahren Sie das Verbandbuch leicht auffindbar, aber geschützt vor dem Zugriff Unbefugter.

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Was muss genau dokumentiert werden?

Dokumentiert werden müssen der Name der verletzten Person, Zeit und Ort, Unfallhergang, Art und Schwere der Verletzung oder des Gesundheitsschadens. Außerdem Erste-Hilfe-Maßnahmen, Ersthelfer oder Ersthelferinnen sowie Zeuginnen oder Zeugen. Diese sind in dem Verbandbuch nach bestem Wissen und Gewissen einzutragen. In den meisten Verbandbüchern gibt es ebenfalls ein Muster in dem bereits ein Fall dokumentiert wurde.

Warum muss dokumentiert werden?

Die Angaben dienen als Nachweis, dass ein Gesundheitsschaden bei einer versicherten Tätigkeit eingetreten ist. Denn das ist eine Voraussetzung dafür, dass ein Unfall als Arbeitsunfall anerkannt werden kann. Das kann sehr wichtig werden, etwa wenn Spätfolgen eintreten – zum Beispiel bei Entzündungen auch nach kleineren Schnitt- oder Stichverletzungen.

Warum ist die Dokumentation so wichtig?

Sie ist wichtig um Unfallschwerpunkte im Betrieb zu erfassen, zu analysieren und zu bewerten und daraus Vorbeugungsmaßnahmen abzuleiten. So lassen sich langfristig immer mehr Unfallschwerpunkte entfernen oder beseitigen.

 
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Eine richtige Dokumentation ist bei einem Arbeitsunfall wirklich sehr wichtig, da es hier sehr schnell zu Folgeschäden kommen kann, die im ersten Moment nicht absehbar sind. Aus einer kleinen Schnittwunde kann schnell eine Infektion entstehen, welche eine längere Genesungszeit mit sich ziehen können oder bis hin zur Amputation führen können. In solchen Fällen muss genau und schriftlich fixiert werden, wann der Unfall geschehen ist und welche Maßnahmen getroffen wurden um im Einzelfall die Dokumentation des Arbeitsunfalls vorlegen zu können.